Dead_Lines Ausstellung in der Von der Heydt-Kunsthalle
Der Tod ist ein universelles und uraltes Thema in der Kunst. Die Geschichte des Bildes (lat. Imago – „Abbild“, auch im Sinne von Totenmaske) ist bekanntlich eng mit der Idee des Festhaltens der Gesichtszüge Verstorbener verknüpft. Auf der anderen Seite endet unsere Wahrnehmung mit dem Tod. Die Furcht vor dem Tod und die Lust am Sehen/Erkennen gelten als die wichtigsten Triebfedern menschlichen Handelns und Denkens. Sie sind der Ursprung menschlicher Kultur. Die beiden antithetischen Motivationen unserer Wahrnehmung werden in künstlerischen Positionen von Dirk Skreber über Douglas Gordon und Andreas Serrano bis hin zu Jake und Dinos Chapman, Yoshitomo Nara und Gregor Schneider exemplarisch veranschaulicht.
Die Ausstellung bietet keine chronologische Entwicklung von historischen Motiven und Symbolen des Todes an und ist auch nicht ethnologisch bzw. volkskundlich orientiert. Sie zeigt vielmehr die Kommunikationsstrategien des „globalen Dorfes“, das längst unbemerkt seine neuen Todesrituale entwickelt hat. „Dead Lines“ präsentiert in thematischen Clustern und Bildnachbarschaften angeordnete Exponate in einem Mix aus Kunst (Foto, Video), Alltagsmedien (Film, Internet, Werbung) und Popkultur (Musikvideos, Games) und damit die verschiedenen Facetten, aus denen sich das gesellschaftliche Todesbild der Gegenwart zusammensetzt. Ein Katalog zur Ausstellung mit 240 Seiten ist beim Hatje Cantz Verlag erschienen.
„DEAD_Lines. Todesbilder in Kunst – Medien – Alltag“
Ausstellung
Noch bis zum 14.02.2012
Von der Heydt-Kunsthalle
Wuppertal-Barmen
www.von-der-heydt-kunsthalle.de
Art + Fashion
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